Vertragsrecht jura-basic (Identitätsirrtum) - Grundwissen
   
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Willenserklärung (Irrtum, Identitätsirrtum)

1. Begriff und Bedeutung

Bei der Abgabe von Willenserklärungen kann der Erklärende einem Irrtum (Willensmangel) unterliegen.

Beim Identitätsirrtum irrt der Erklärende über die Idendität einer Person.

Beispiel: Der Erklärende verwendet den Nachnamen Maier und stellt sich darunter eine andere Person vor, als der Erklärungsempfänger.

Da eine empfangsbedürftige Willenserklärung aus der Sicht eines objektiven Erklärungsempfängers auszulegen ist, ist die Sicht des Erklärungsempfängers maßgebend (siehe objektiver Empfängerhorizont).

Die Erklärung gilt so, wie der Erklärungsempfänger die Erklärung versteht.

Wird die Erklärung vom Erklärungsempfänger anders verstanden, als der Erklärende es will, besteht ein Missverständnis

Meint der Erklärende mit seiner Erklärung eine andere Person, als der Erklärungsempfänger versteht, dann irrt der Erklärende über den Inhalt seiner Erklärung.

Der Identitätsirrtum ist ein Inhaltsirrtum (siehe Inhaltsirrtum).

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Seite aktualisiert: 15.01.2012, Copyright 2017