jura-basic (OHG Gesellschaftsvertrag Jahresabschluss) - Grundwissen
   
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Offene Handelsgesellschaft (OHG)

Jahresabschluss

Rz. 27

a) Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung bilden den Jahresabschluss (§ 242 Abs. 3 HGB@). Der Jahresabschluss schließt die Buchführung des Geschäftsjahres ab. Er weist das Geschäftsergebnis aus.

Der Jahresabschluss ist zu Beginn eines Handelsgewerbes und für den Schluss eines jeden Geschäftsjahrs aufzustellen (§ 242 Abs. 1 HGB@).

b) In der Bilanz sind

  • das Anlage- und das Umlaufvermögen,

  • das Eigenkapital,

  • die Schulden sowie

  • die Rechnungsabgrenzungsposten

gesondert auszuweisen und hinreichend aufzugliedern (§ 247 HGB@).

Das Eigenkapital einer Personengesellschaft besteht aus der Summe aller Kapitalanteile der Gesellschafter (Summe der Kapitalanteile der Gesellschafter = Eigenkapital der Gesellschaft). Bei einer Eröffnungsbilanz kann das Eigenkapital 1,00 EUR betragen, da kein Mindestkapital erforderlich ist (siehe Kapitalanteil, Rz.14).

Beim Ausweis des Eigenkapitals können bei einer OHG die Kapitalanteile jedes einzelnen Gesellschafters gesondert ausgewiesen oder sämtliche Kapitalanteile zu einem Posten zusammengefasst werden (siehe Jahresabschluss).

c) Sofern es bei einer OHG keine persönlich haftenden Gesellschafter gibt, sind die Vorschriften für die Kapitalgesellschaften mit zu beachten (§ 264a HGB@), z.B. § 264

Die gesetzlichen Vertreter einer Kapitalgesellschaft haben den Jahresabschluss (§ 242) um einen Anhang zu erweitern, der mit der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung eine Einheit bildet, sowie einen Lagebericht aufzustellen (§ 264 HGB@).

Kapitalgesellschaften müssen ihren Jahresabschluss im elektronischen Unternehmensregister im Bundesanzeiger veröffentlichen (§ 352 HGB@), gleiches gilt für große Personengesellschaften mit Millionenumsatz nach § 1 Publizitätsgesetz. Für andere Personengesellschaften besteht keine Offenlegungspflicht.


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Dokument-Nr. 000351, © jura-basic 2020

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