Vertragsrecht jura-basic (kalendermäßigeBefristung) - Grundwissen
   
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Arbeitsverhältnis (Kalendermäßig befristeter Arbeitsvertrag)

Übersicht

Der kalendermäßig befristete Arbeitsvertrag ist kalendermäßig begrenzt auf zwei Jahre. Bis zu dieser Gesamtdauer ist die höchstens dreimalige Verlängerung eines kalendermäßig befristeten Arbeitsvertrags zulässig. Die Befristung ist ohne Angaben von Gründen möglich (§ 14 Abs. 2 TzBfG@).

Die kalendermäßige Befristung ist nur dann zulässig, wenn mit dem selben Arbeitgeber zuvor kein Arbeitsverhältnis bestanden hat. Eine Befristung ist nicht zulässig, wenn mit demselben Arbeitgeber bereits zuvor ein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat (BAG, 14.12.2016 - 7 AZR 49/15; Tz. 25).

Praktikum- und Ausbildungsverhältnisse sind unschädlich, weil es sich hierbei um keine gewöhnliche Arbeitsverhältnisse handelt. Ein befristeter Arbeitsvertrag im Anschluss an die Berufsausbildung ist rechtlich möglich.

Bis zur Gesamtzeit von 2 Jahren ist die höchstens dreimalige Verlängerung eines kalendermäßig befristeten Arbeitsvertrags zulässig (§ 14 Abs. 2 TzBfG@), d.h. innerhalb der zwei jährigen Gesamtzeit sind bis zu drei sich aneinander unmittelbar anschließenden Verlängerungen des befristeten Arbeitsvertrages, also ohne Unterbrechung, zulässig (s.u. Verlängerung).

Wird innerhalb der Höchstdauer der Befristung die Laufzeit des bereits bestehenden Vertrags gekürzt, dann wird dadurch eine neue Befristung vereinbart. In diesem Fall bedarf die Verkürzung eines sachlichen Grundes nach § 14 Abs. 1 TzBfG@. Denn § 14 Abs. 2 TzBfG@ lässt zwar vom Wortlaut eine Verlängerung der Befristung, aber keine Verkürzung der Befristung ohne sachlichen Grund zu (vgl. BAG, 114.12.2016 - 7 AZR 49/15, Tz. 25-26)

Nach dem Ablauf einer kalendermäßigen Befristung ist es möglich, dass an einen befristeten Vertrag ohne Sachgrund (sog. kalendermäßige Befristung) sich ein befristeter Arbeitsvertrag mit Sachgrund (zweckbefristeter Arbeitsvertrag) anschließt. Für einen zweckbefristeten Arbeitsvertrag gelten andere Voraussetzungen (siehe Details).

Die Befristung (Laufzeitbegrenzung) des Arbeitsvertrags bedarf zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform (§ 14 Abs. 4 TzBfG@).

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Hinweise

Dokument-Nr. 0001288, Fachgebiet: Arbeitsrecht

Autor, siehe Impressum

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